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Triff dich
mit Valentin
Wie schon bei seinem inzwischen vergriffenen Band Watercolors mit
Arnold Stadler lädt Günther Förg auch in dieser
Publikation mit Günter Herburger eine besondere literarische
Stimme ein, ihn und sein Werk zu begleiten. Hier jedoch ist das
Verfahren ein anderes, während Stadler noch in unnachahmlicher
Weise mit seinem Text zusammengeführter Fragmente und
Gedankensplitter aus dem Umfeld seines neuen Romanes Komm, gehen wir
auf die Aquarelle Förgs zielte, gibt jetzt der in Isny im
Allgäu lebende Günter Herburger in einer kleinen Trilogie
einen Abriss zu Lebensorten und -phasen des Künstlers, auf die
dieser mit einer Serie Monotypien reagiert. Der besondere Reiz ist
für Günther Förg dabei, Herburger stellt seinen drei
Texten Bildgeschichten nach, die dem Betrachter zurufen wollen,
„alles schon mal dagewesen“.
So ist ein dialogisches Projekt zwischen den Disziplinen entstanden,
wie es dies in den letzten Jahren kaum mehr eines gegeben hat.
Günter Herburger ist als Autor vor allem mit seinem Roman Die
Messe (1969) und dem Prosaband Die Eroberung der Zitadelle (1972)
bekannt geworden. Seine Thuja-Trilogie (1977–1991) wurde für
ihre „illusionslose Sozialkritik und manchmal fast valentinesken
Irrwitz“ gelobt, populär wurde Günter Herburger mit
seinen Kinderbüchern Birne kann alles (1971) und Birne brennt
durch (1975).
Günter Herburger liest
Meet me with Valentin
Just as he did in his book Watercolors with Arnold Stadler, recently
sold out, Günther Förg has invited a special literary voice
in the shape of Günter Herburger to accompany both him and his
work for this publication. In this case however, the process is a
different one; whereas Stadler’s fragmentary, splintered texts
derived from the general field of his novel Komm, gehen wir were aimed
in inimitable fashion at Förg’s watercolours, Günter
Herburger – denizen of Isny in the Allgäu, Bavaria –
provides a summary of the domiciles and phases of the artist’s
life in the form of a trilogy, to which the latter reacts with a series
of monotypes. The particular attraction for Günther Förg here
is the fact that Herburger reconstructs pictorial narratives in his
three texts that seem to want to cry out to the viewer “all ready
been done!”.
What emerges thus is a fascinating project – a dialogue between
the disciplines in a form that we’ve hardly witnessed for years.
Günter Herburger rose to prominence as an author above all through
his novel Die Messe (1969) and a volume of prose entitled Die Eroberung
der Zitadelle (1972). His Thuja Trilogy (1977–1991) was praised
for its “social critique devoid of illusions and occasional
Valentinesque lunacy” and he became popular with his
children’s books Birne kann alles (1971) und Birne brennt durch
(1975).
