snoeck_nachricht_titel



newsletter021.jpg

Streit um Lüpertz!?


Nach den Rezensionen in der FAZ (13.10.09, Julia Voss: »Welche Welt will dieser Fürst regieren? – Seine Bilder sind Lehrbeispiele dafür, wie ein deutscher Künstler zuverlässig in jede Falle tappt, die sich ihm stellt«) und der SÜDDEUTSCHE ZEITUNG (17.10.09, Catrin Lorch: »Im Malerschützengraben – Hoher Ton und leere Zeichen: Die vordergründige Malerei von Markus Lüpertz in der Bonner Bundeskunsthalle«) zeichnen zwei Besprechungen, eine von Durs Grünbein in der ZEIT (10.12.09, »Lüpertz oder der Überfluss – Warum provozieren die realistischen Skulpturen von Markus Lüpertz mehr als alle anderen zeitgenössischen Kunstwerke?«, die andere von Hans-Joachim Müller in MONOPOL (12/09, »Und unterm Stahlhelm nichts als Leere: Das bekennerische Genie Markus Lüpertz in Bonn«), ein ganz anderes Bild.


So stellt Hans-Joachim Müller fest: »Man muss das nicht mögen, das bekennerische Genie, den Dandy, seine altdeutsche Maskulinität, den Silberknauf am Gehstock, diese herrische Großmeistertravestie. Aber man sollte darüber nicht blind werden für den eigentlichen Stoff des Epos Lüpertz. Gerade aus dem Abstand – und das ist der Erkenntnisgewinn und Verdienst dieser Schau – erweist sich der Bombast von Schöpfer und Schöpfung als Kostümierung einer für die Kultur- und mehr noch Gesellschaftsgeschichte dieses Landes zentralen Idee. Dieses Werk ist von Anfang an auf hochmütige Opposition gegen das kritische Paradigma gerichtet gewesen, wie es die 60er- und 70er-Jahre bestimmt hat. Darin liegt seine wahre Bedeutung. Lüpertz war, mehr noch als Baselitz, der Anti-68er, der mitten im minimalistischen Mainstream, als sich die Kunst in Gestalt andrescher Stahlplatten auf den Boden zurückzog, mit donnernder Stimme ausrief: Erhebt euch und seid wieder wer! Und der tatsächliche Tabubruch liegt nicht in der penetranten Vorführung von Motiven wie Soldatenrock und Stahlhelm, die zumindest damals verlässlich das Reiz-Reaktion-Schema bedient haben. Provokant war vielmehr, wie der Maler das finstere Inventar aus seiner bloß kritisch geduldeten Überlebensform befreit, gleichsam die Büchse der Pandora geöffnet und ihren Inhalt an die für nichts und niemanden verantwortliche Kunst übergeben hat.«


Lesen Sie mehr dazu hier und sehen Sie selbst wieso das die Empfehlung für ein optimales Weihnachtsgeschenk ist!



Sollten Sie die Zusendung dieses Newsletters nicht mehr wünschen, benachrichtigen Sie uns bitte unter news@snoeck.de.
Wenn Sie diesen Newsletter nicht korrekt empfangen können, gehen sie bitte auf
 http://www.snoeck.de/news/newsletter021.html.

Ihr
unterschrift_fein.jpg
Andreas Balze
16. Dezember 2009


Wenn Sie diesen Text lesen können, kann Ihr Email-Programm wahrscheinlich keine HTML-Mails mit eingebetteten Bildern