Peter Zimmermann: Works since 1987

Ausstellungskatalog, hrsg. von Andrea Madesta
Text (dt./eng./franz.) von Andrea Madesta
160 S. mit 850 farbigen Abbildungen
Format 31,5 x 24 cm, Hardcover

ISBN 978-3-940953-03-2

48,00 €

Glänzend

Hochglänzende Oberflächen auf denen mal amorphe, mal wie gerastert oder gepixelt wirkende sowie ineinander schlierende Farbflächen satt leuchten, sind das Markenzeichen der Malerei von Peter Zimmermann. Diesen Leinwänden geht ein komplexer Rechenprozess gefundener Fotos voraus, mit denen die banalen Vorlagen in ein neo-abstraktes sowie -surrealistisches Klischee verschoben werden. Interessant ist, dass der Künstler den bildlichen Prozess analog zum Abstraktionsprozess verschiedenster Wissenschaftszweige sieht. Die Bilder, die heute aus seinem Atelier kommen, sind inzwischen Resultat einer sehr bewusst vorgenommenen künstlerischen Entscheidung.
Noch völlig ergebnisoffen hatte er »seine Artefakte« 1999 für die Ausstellung im Kölnischen Kunstverein »geplant«. Hier ging es ihm darum, die »Schwierigkeiten des Entscheidens, des Zufalls, der Kontingenz« darzulegen. Kontingenz ist aber dennoch das Schlagwort geblieben, aus dem der Künstler für sich und seine oftmals berauschenden Bildnisse schier unbegrenzt Funken schlagen kann, dem Zufall also, der bewusst als Gestaltungsmittel eingesetzt oder der aktiv heraufbeschworen wird, um eine bildlich immer weiter ausgreifende Abstraktion zu realisieren.
»Works since 1987« ist der erste und bisher einzige retrospektive Katalog, in dem die gesamte künstlerische Produktion Peter Zimmermanns seit den 1980er Jahren ausgebreitet wird. Umfangreich dokumentiert werden seine Buchcover, Plakatwände, Schachtelobjekte, Skulpturen sowie die breite Palette seiner Lackbilder. Spasseshalber mit aufgenommen ist auch die in Paris 2007 von Tara Jarmon vorgestellte Mode-Line, deren Stoffmuster auf Zimmermanns Bildern basieren (zur Präsentation in Paris hatte sich der inzwischen verstorbene Doyen des Punk, Malcolm McLaren, die Ehre gegeben). Es gilt aber immer noch: Kontingenz als Ordnungskriterium des Lebens!